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Aktion Mühle

Die Aktion Mühle bietet 22 jugendlichen ALG II- Empfängern ohne Haupt- oder Sonderschulabschluss die Möglichkeit, in einem kombinierten Projekt sowohl den Hauptschulabschluss zu erwerben als auch berufspraktische Erfahrungen in einer Arbeitsgelegenheit (MAE) zu sammeln. Zudem werden 8 Erwachsene in der MAE beschäftigt und fachpraktisch qualifiziert.

Das am 18.07.2005 gestartete Projekt ist für die jugendlichen TeilnehmerInnen mit einer Laufzeit von einem Jahr konzipiert. Die erwachsenen TeilnehmerInnen können jeweils 6 Monate an dem Angebot teilnehmen.

Die Arbeitsgelegenheit an der Mühle in Südhemmern findet in Kooperation mit dem Mühlenverein des Kreises Minden-Lübbecke statt. Unter fachlicher Anleitung werden Fachwerkhäuser auf dem Mühlengelände renoviert und saniert. Neben den für das Berufsleben wichtigen sozialen Kompetenzen werden Fähigkeiten in folgenden Arbeitsbereichen vermittelt:

  • Instandsetzung der Holzkonstruktion und der Gefache
  • Maurerarbeiten
  • Malerarbeiten

Sobald die Arbeiten an der Südhemmer Mühle abgeschlossen sind, werden voraussichtlich Arbeitsgelegenheiten im GaLa-Bau Bereich stattfinden. Hier können die TeilnehmerInnen Kenntnisse in folgenden Arbeitsbereichen erwerben:

  • Gehölzschnitt
  • Handhabung von Maschinen
  • Handhabung von Werkzeugen
  • Erstellung von Bauwerken in Außenanlagen

Durch den praktischen Einsatz in der Arbeitsgelegenheit bekommen die TeilnehmerInnen zum einen die Möglichkeit, eine geförderte Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Zum anderen sollen die Chancen von Jugendlichen, in den ersten Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt integriert zu werden, durch den Erwerb eines Hauptschulabschlusses erhöht werden.

Bis zum Alter von 25 Jahren können Jugendliche daher an einem Hauptschulkurs teilnehmen, der in Kooperation mit dem AGW Bildungswerk in Minden stattfindet und zum Ziel hat, in einem Jahr den Hauptschulabschluss zu ermöglichen.
Dabei werden in der Zeit von insgesamt neun Unterrichtseinheiten wöchentlich Kenntnisse in den Fächern Mathematik, Deutsch, Technik, Physik, Geschichte und Wirtschaft vermittelt. Der Unterricht ist inhaltlich nach dem Rahmenlehrplan ausgerichtet.

Unter dem Einfluss gravierender sozialer Probleme war es für viele TeilnehmerInnen bisher unmöglich, sich mit der Schule und theoretischen Lehrinhalten konzentriert zu befassen. Die Kombination von Schulbesuch und Arbeitsgelegenheit erscheint als die erfolgversprechendste Lösung, um eine effektive Stabilisierung und Motivation zu gewährleisten. Die Vorteile, die ein guter Zusammenhalt im Team und eine Beschäftigung in einer interessanten Arbeitsgelegenheit mit sich bringen, verstärken und erweitern die persönlichen und beruflichen Perspektiven, die sich über den angestrebten Schulabschluss eröffnen.

Um eine positive Verbesserung der individuellen Perspektiven zu erreichen, brauchen die meisten TeilnehmerInnen die Unterstützung von Fachpersonal.
Die sozialpädagogische und psychologische Betreuung sowie die fachliche Anleitung aller TeilnehmerInnen und auch die fachpraktische Qualifizierung der 8 erwachsenen TeilnehmerInnen werden durch das Team der IFAS sichergestellt.
Es findet zudem regelmäßig ein Austausch mit dem qualifizierten Fachpersonal des AGW statt, um den dortigen Unterricht zu begleiten.

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