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Wanderfische - Gewässerentwicklungsprojekt Weser-Werre-Else

In der Vergangenheit wurden viele Fließgewässer begradigt und kanalartig ausgebaut, so dass ihre natürliche Funktion als Lebensraum sowie als charakteristisches Landschaftsmerkmal verloren ging. Mittlerweile hat ein gesellschaftlicher Umdenkprozess stattgefunden und unseren Fließgewässern wird mehr Beachtung geschenkt. Vielerorts werden wieder naturnahe Verhältnisse hergestellt. Eingebunden sind diese Maßnahmen in die Europäische Wasserrahmenrichtlinie, die einen "guten ökologischen Zustand" unserer Gewässer bis zum Jahr 2015 vorschreibt. So wie sauberes Wasser ein unerlässliches Lebenselixier ist, so ist die Arbeit ein wichtiger Baustein unserer Gesellschaft. Jeder Euro, der in das Weser-Werre-Else-Projekt fließt, hat einen doppelten Nutzen: neben der Gewässerentwicklung findet gleichzeitig Personalentwicklung statt. Durch die Arbeiten werden neue berufliche Perspektiven für bisher arbeitslose Menschen erschlossen.

Ziel
Dem wasserrechtlichen Ziel folgend unterzeichneten am 4. März 2004 achtzehn Kooperationspartner aus den Kreisen Minden-Lübbecke und Herford einen Vertrag zur gemeinsamen ökologischen Verbesserung ihrer Fließgewässer. Das neu gegründete Gewässerentwicklungsprojekt Weser-Werre-Else ist ein positives Beispiel für eine erfolgreiche Vernetzung von Beschäftigungsinitiativen, Wirtschaftsförderung, Naturschutz und interkommunale Zusammenarbeit. Zudem ist es ein Vorreiter für eine "Politik der kurzen Wege".

Inhalte
Auf der Basis von Gewässerentwicklungskonzepten werden Maßnahmen geplant und zeitnah umgesetzt. Neben dem Erwerb von Uferstreifen und deren Bepflanzung mit standortgerechten Gehölzen erfolgen sowohl Rückbauarbeiten von Betoneinfassungen oder Verrohrungen als auch umfangreiche Erdarbeiten wie z.B. Profilaufweitungen oder Gewässerverlegungen.
Auf diese Weise werden Voraussetzungen für eine naturnahe Eigenentwicklung geschaffen, die zu einer Verbesserung der Qualität des Lebensraums "Gewässer" führt. Eine für Fließgewässer typische Tier- und Pflanzenwelt kann sich wieder ansiedeln. Durch die Beseitigung von Wanderhindernissen, wie beispielsweise Stauwehre, wird die Durchgängigkeit wieder hergestellt.

Projektbeteiligte

  • Kommunen Bad Oeynhausen, Bünde, Enger, Herford, Hiddenhausen, Hüllhorst, Kirchlengern, Löhne, Porta Westfalica, Rödinghausen, Spenge und Vlotho
  • Kreis Herford
  • Kreis Minden-Lübbecke
  • Staatliches Amt für Umwelt und Arbeitsschutz OWL
  • Wasserverbände Große Aue, Werre, Weserniederung
  • Biologische Station Ravensberg
  • Koordinationsbüro

Weitere Informationen
Auf der Homepage des Gewässerentwicklungsprojektes Weser-Werre-Else
http://www.weser-werre-else.de

      

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