Die Stadt Bad Oeynhausen führte seit dem 01.10.1999 in Zusammenarbeit mit der proArbeit gGmbH als Beschäftigungsgesellschaft des Kreises Minden-Lübbecke und der IFAS gGmbH Bad Oeynhausen ein Projekt Gemeinnützige Arbeit und Arbeitstraining in Bad Oeynhausen durch. Im Rahmen dieses Projektes wurden für Hilfesuchende, die bisher keine Arbeit finden konnten, Arbeitsangelegenheiten gemäß § 18 BSHG geschaffen. Die Hilfesuchenden werden zur Teilnahme an dem Projekt verpflichtet und erhalten weitere Hilfe zum Lebensunterhalt. Arbeitskleidung und Arbeitsschuhe wurden zur Verfügung gestellt.
Die Koordinierung des Projektes wurde von der IFAS – Initiative für Arbeit und Schule gem. GmbH gewährleistet. Die IFAS hat eigens dafür einen aus Mitteln der proArbeit gGmbH finanzierten Anleiter beschäftigt, der die vom Sozialamt Bad Oeynhausen verpflichteten Hilfeempfängern auf den Arbeitsstellen, städtischen Spielplätzen, Kindergärten und Schulen einweist. Dabei handelt es sich überwiegend um Arbeiten im Bereich der städtischen Grünanlagen.
Zielsetzung des Projektes war die Gewöhnung an regelmäßige Arbeit und die (Wieder-) Herstellung der Arbeitsmotivation. Zusätzlich wurden den Teilnehmern Deutsch-Sprachkurse angeboten mit dem Ziel, eine soziale und persönliche Stabilisierung und Integration erreichen zu können. Hierdurch wurde nicht nur Einfluss auf das Sozialverhalten ausgeübt, vielmehr übernahmen die Teilnehmer Verantwortung für ihre eigene berufliche Perspektive und trugen dem Bestreben Rechnung, einen Teil der Hilfesuchenden in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.
Die von den Teilnehmern durchgeführten Arbeiten sollten vorzeigbar sein. Von den Teilnehmern durchzuführende Arbeiten auf den städtischen Spielplätzen:
aufsammeln und entsorgen von Unrat
Spielgeräte mit der Motorsense freischneiden, Grasschnitt aufnehmen und auf den Anhänger verladen
Strauch-, Hecken- und Baumschnitt nach Absprache mit dem städtischen Spielplatzwart. Durchgeführt wird ein Sommer- und Winterschnitt
Schnittgut wurde von den Teilnehmern abgefahren oder wurde vom Bauhof vor Ort kleingehäckselt
Häckselgut wurde von den Teilnehmern mit Schubkarren im umliegenden Buschwerk als Abdeckung und Bodenverbesserer ausgestreut
Spielgeräte wurden auf ihre Sicherheit geprüft, kleine Schäden wurden sofort behoben, größere Schäden wurden dem Platzwart gemeldet, der diese unter Mithilfe eines oder mehrerer Teilnehmer reparierte
unter den Spielgeräten wurde nach Bedarf Kiefer-Rindenmilch aufgetragen
Sandkästen wurden gekrautet und bei Bedarf wurded Sand ausgetauscht oder nachgefüllt
Stark beschädigte Spielgeräte wurden abgebaut und auf dem Bauhof abgegeben
im Herbst wurde das Laub von den Spielplätzen abgefahren